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FAQ

Der Begriff "Öl" – was bedeutet "ätherisches Öl"?

"In Medizin und Pharmazie versteht man unter ätherischen Ölen flüchtige, stark riechende Stoffgemische von ölartiger Konsistenz, die in Wasser schwer löslich sind und aus pflanzlichen Ausgangsstoffen dargestellt werden. Diese Begriffs­bestimmung deckt sich mit der Definition der ISO (International Standard Organization), wonach unter ätherischen Ölen nur die durch Wasserdampfdestillation von Pflanzenteilen gewonnenen Produkte sowie die durch Auspressen der Fruchtschalen einiger Zitrusarten gewonnenen Ole zu verstehen sind." (1) 

Eine weitere Gewinnungsmethode die relativ neu, technisch anspruchsvoll und besonders kostspielig ist, ist die CO2-Extraktion. "CO2 hat als Extraktionsmittel den Vorteil, durch Entspannungsverdampfung auf einfache Weise vom Extrakt abgetrennt werden zu kĂśnnen." (2)

Demnach stellen ätherische Öle komplexe und hochkonzentrierte pflanzliche Erzeugnisse. Es hält sich teilweise hartnäckig die falsche Annahme, dass ätherische Öle eine "ölige" Konsistenz haben sollen. Die meisten weisen im Gegenteil eine wässrige Konsistenz auf (vgl. relative Dichte der unterschiedlichen Öle). Besonders dickflüssige Öle (wie Vetiver) können also nicht mit den wesentlichen dünneren Wasserdampfdestillaten verglichen werden, etwa mit Lavendelöl. (vgl. 3)

Kaltgepresste (sog. "TrägerÜle" oder "BasisÜle") dagegen, sind klassisch Ülig. Diese werden in der Regel durch die Kaltpressung der Schale/der Samen einer Pflanze gewonnen. Solche sind MandelÜl, AprikosenkernÜl, TraubenkernÜl, ArganÜl, HagebuttenkernÜl, usw..

Manchmal werden Mischungen von kaltgepressten und ätherischen Ölen (in geringer Konzentration) als Produkte angeboten, bei denen nicht klar zu unterscheiden ist, um welche Zusammensetzung es sich handelt. So entsteht u.a. die Erwartung, dass ätherische Öle "ölig" sein sollen. 

Wie verdünne ich ätherische Öle richtig?

Ätherische Öle dürfen grundsätzlich nicht unverdünnt eingenommen werden: Bitte zuerst in einen Träger geben (Träger sind zum Beispiel Honig/Sirup, Fette/Öle oder Salz), gut verrühren und erst dann dem Getränk, in die Sauce, den Teig o.Ä. beimengen. Die empfohlene Einnahmenmenge unterscheidet sich von Öl zu Öl und wird auf dem Etikett angegeben.

Was bedeuten die Begriffe INCI und allergene Stoffe mit *?

INCI, International Nomenclature of Cosmetic Ingredients bezeichnet die korrekte Angabe von Inhaltsstoffen in Kosmetika. Dieser Eintrag muss alle Inhaltsstoffe in absteigender Konzentration auf der Verpackung enthalten.

Ätherische Öle bestehen aus einer Vielzahl von natürlichen Einzelkomponenten, darunter Stoffe wie Limonene und Linalool. Diese sind natürliche Bestandteile des ätherischen Öls und werden nicht künstlich hinzugefügt. Einige dieser Komponenten gehören jedoch zu den 26 allergenen Duftstoffen, die gemäß Vorschriften separat angegeben werden müssen, da einige Menschen allergisch auf bestimmte Inhaltsstoffe reagieren können. Deshalb müssen wir sie mit "*" angeben. Es ist wichtig zu betonen, dass alle unsere Produkte aus 100% kontrolliert biologischem Anbau, 100% naturrein, vegan, tierfersuchsfrei und frei von synthetischen Stoffen sind.

Was bedeutet "kĂźhl lagern"?

Wenn bei warmer Zimmertemperatur gelagert, etwa bei 23°C, werden die Öle nicht automatisch "schlecht", sie halten nur nicht so lange, weil ihre Qualität durch die Wärme gemindert wird.

Die lange Antwort: In der Regel sollen Öle nicht über 25°C gelagert werden, am besten jedoch bei 20°C und ganz wichtig, nicht im direkten Sonnenlicht. Die Braunglasflasche schützt da zwar, aber nicht zu 100% gegen UV. Was passiert, ist dass die Qualität des Öls gemindert wird, es wird nicht "schlecht", aber man kann zum Beispiel bei Lavendelöl nicht mehr vom selben Lilalool-Gehalt ausgehen wie im CoA angegeben (CoA für alle Öle auf Anfrage). Das heißt, die Wärme greift das Öl an.

Dazu muss gesagt werden, dass Öle unterschiedlich empfindlich sind. Während Zypressenöl bei 20°C und lichtgeschützt prima auch 3 Jahre gut bleiben kann, gehen Zitrusöle viel schneller ein. Da empfehlen wir eine Lagerung im Kühlschrank (optimal bei 4°C). Die dabei entstehende Trübung ist normal, das liegt an das Festwerden der Schalenwachse.

Hier gilt aber auch: Wenn ein ZitrusÜl bei Zimmertemperatur gelagert wird, wird es nicht schlecht, sondern ist kßrzer haltbar. Bei 4°C verlängert sich dagegen das das Mindesthaltbarkeitsdatum um bis zu 1 Jahr.

Wir sprechen hier von Mindesthaltbarkeitsdatum, nicht um Verfallsdatum, das ist hier auch wichtig anzumerken.

Man kann feststellen ob Öle noch gut sind mit dem sogenannten sensorischen Test: riechen, schmecken (bei Basisölen), Farbe beurteilen. Bei Nicht-Entsprechen, bitte entsorgen (Restmüll, ungeöffnet, bitte nicht in den Abfluss!).

Welche Öle vertreiben Ameisen, Spinnen, Mücken oder Motten effektiv?

Ätherische Öle wie Pfefferminzöl, Lavendelöl, Zedernholzöl und Zitronengrasöl (Citronella) sind hochwirksame, natürliche Mittel zur Insektenabwehr. Sie stören den Geruchssinn der Tiere und vertreiben sie effektiv, ohne sie zu töten.

Ameisen: Ameisen meiden starke pflanzliche DĂźfte.

Top-Öle:
PfefferminzĂśl, LavendelĂśl, TeebaumĂśl.
Anwendung: Träufeln Sie ein paar Tropfen direkt auf Fensterrahmen, Türspalten oder Ameisenstraßen, um sie aus dem Haus fernzuhalten.

Spinnen: Spinnen verabscheuen den intensiven Geruch bestimmter Kräuter.

Top-Öle: Pfefferminzöl, Lavendelöl, Zitronenöl.
Anwendung:
Sprühen Sie eine Mischung aus Wasser und einigen Tropfen Öl in Zimmerecken, um die Krabbeltiere fernzuhalten.

Mücken: Die Insekten orientieren sich über den Geruch (z.B. an Schweiß).

Top-Öle:
Zitroneneukalyptus, Citronella, Lavendel.
Anwendung: Für die Haut können Sie diese Öle (in geringer Dosierung) mit einem Trägeröl wie Jojoba- oder Kokosöl mischen. Für den Raum eignen sich Diffusoren.

Motten: Speziell Kleidermotten reagieren empfindlich auf bestimmte Holz- und Kräuterdßfte.

Top-Öle:
ZedernholzĂśl, LavendelĂśl.
Anwendung: Träufeln Sie das Öl auf kleine Holzklötzchen oder Wattebäusche und legen Sie diese in den Kleiderschrank.

Kann man ätherisches Öl mit Wasser mischen, um ein Raumspray zu machen, oder benötigt man Alkohol?

An sich ist das möglich, allerdings ist das reine Mischen mit Wasser nicht ideal, da sich Öl und Wasser nicht verbinden. Ohne Alkohol als Emulgator schwimmt das Öl oben und der Sprühkopf kann verstopfen. Alternativ können Sie Natron oder hochprozentigen Alkohol (wie Wodka oder Weingeist) verwenden.

Die Herstellungsmethode mit Alkohol wird daher empfohlen, da es sich hervorragend mit dem ätherischen Öl verbindet und zudem dafür sorgt, dass das Spray schnell trocknet und konserviert wird.

Beispiel-Rezept: 70 ml destilliertes Wasser, 30 ml Weingeist (Bio Ethanol), 15 bis 20 Tropfen Bio ätherisches Öl. Alle Zutaten miteinender vermengen, gut schütteln nund in einer Glasflasche mit Sprayaufsatz einfüllen.

Welche Öle regen das Haarwachstum an und wie mische ich sie in mein Shampoo?

Ätherische Öle wie Rosmarin- und Pfefferminzöl können die Durchblutung anregen, während Pflanzenöle (z.B. Jojoba- oder Kürbiskernöl) die Haarfollikel nähren. Mischen Sie 3–5 Tropfen ätherisches Öl mit 2 EL Trägeröl (wie Jojoba) und geben Sie diese Mischung in 30 ml mildes Shampoo. Massieren Sie es gründlich in die Kopfhaut ein.

FĂźr das Auftragen ist das Einmassieren mit kreisfĂśrmigen Bewegungen, am besten mit einer speziellen BĂźrste, von entscheidender Bedeutung fĂźr die Durchblutung und die bessere Aufnahme der Inhaltsstoffe.

RosmarinĂśl: Ein absoluter Favorit, der nachweislich die Durchblutung anregt, die Haarfollikel stimuliert.

PfefferminzĂśl: Wirkt erfrischend und fĂśrdert nachweislich die Blutzirkulation, was das Wachstum beschleunigen kann.

RizinusÜl: Ein dickeres PflanzenÜl, das reich an Ricinolsäure ist und als traditioneller Booster fßr Haarwachstum und -dichte gilt.

JojobaÜl: Perfekt als TrägerÜl, da es dem natßrlichen Sebum der Kopfhaut ähnelt und wichtige Nährstoffe in die Follikel transportieren kann.

Die richtige Anwendung im Shampoo

Die Kopfhaut-Mischung herstellen: Geben Sie nicht einfach blind ätherische Öle in eine ganze Shampoo-Flasche, da dies die Kopfhaut reizen kann. Mischen Sie stattdessen 3–5 Tropfen Ihres ätherischen Öls (z.B. Rosmarin) mit 1 Esslöffel Pflanzenöl (z.B. Rizinusöl oder Jojobaöl) in einer kleinen Schüssel.

Mit Shampoo portionieren: Fügen Sie zu dieser Ölmischung nun 2 Esslöffel eines milden Shampoos (am besten ein sulfatfreies Produkt) hinzu.

Richtig waschen & einwirken lassen: Verteilen Sie die Mischung auf der nassen Kopfhaut und massieren Sie sie 2–3 Minuten lang sanft mit den Fingern oder einer Kopfhautbürste ein. Die Einwirkzeit ist wichtig, damit die Wirkstoffe von den Haarwurzeln aufgenommen werden können. Danach gründlich ausspülen.

Welche Öle können bei akuter Migräne helfen und wo genau muss ich sie auftragen?

Akute oder chronische Migräne sollten Sie immer ärztlich abklären lassen. Die folgenden Tipps dienen lediglich dem Versuch, eine schnelle und natßrliche Linderung zu versuchen, während man auf ärztlichen Rat wartet:

Bei akuter Migräne ist Pfefferminzöl (meist als 10 %-Lösung) das am besten wissenschaftlich belegte ätherische Öl. Alternativ können Lavendelöl zur Entspannung, beruhigendes Kamillenöl oder Rosmarinöl helfen.

Hinweis: Tragen Sie unverdünntes ätherisches Öl, besonders Pfefferminze, nicht direkt pur auf die Haut auf, um Reizungen zu vermeiden. Nutzen Sie spezielle Fertigpräparate (wie Euminz aus der Apotheke) oder mischen Sie einen Tropfen ätherisches Öl mit einem Teelöffel Trägeröl (z. B. Jojobaöl).

Neben dem Auftragen kann auch das bloße Inhalieren des Duftes helfen. Bei sehr starker Migräne empfiehlt sich ergänzend eine kühle Kompresse, auf die Sie etwas Pfefferminzwasser träufeln.

Warum riecht mein LavendelĂśl dieses Jahr vĂśllig anders als die Flasche aus dem Vorjahr?

Dass Ihr Lavendel dieses Jahr anders riecht als im Vorjahr, liegt meist an natürlichen Schwankungen der Erntebedingungen, der Pflanzensorte oder an Veränderungen durch die Lagerung. Der Geruch ist stark von äußeren Einflüssen abhängig.

Lavendel ist ein Naturprodukt. Viel Sonne, Trockenheit oder kühlere Temperaturen während der Wachstumsphase verändern die Zusammensetzung der ätherischen Öle (wie Linalool und Linalylacetat). Ein heißer, trockener Sommer führt zu einem intensiveren, würzigeren Aroma als ein verregneter. [1, 2, 3, 4, 5]

Wenn die BlĂźten zu einem anderen Zeitpunkt oder bei anderer Witterung (z. B. feuchter Morgen vs. trockener Mittag) geerntet wurden, variiert der Duft. Optimal ist die Ernte kurz vor dem AufblĂźhen. [1, 2, 3]

Häufig werden "Echter Lavendel" (Lavandula angustifolia) und "Lavandin" (eine robustere Kreuzung) unterschieden. Lavandin enthält deutlich mehr Kampfer, was ihm eine strengere, fast stechende Note verleiht, während Echter Lavendel blumiger und weicher duftet. [1, 2, 3]

Ätherische Öle verändern sich durch Luftkontakt, Wärme und UV-Licht. Älteres Öl oxidiert leicht, wodurch wertvolle Duftstoffe verloren gehen und der Geruch muffig oder künstlich werden kann. [1, 2]

Welche ätherischen Öle reinigen die Luft ?

Ätherische Öle mit antibakteriellen, antiviralen und pilzhemmenden Eigenschaften reinigen die Luft, indem sie die Keimbelastung in Räumen natürlich senken. Besonders wirksam sind Öle aus Zitrusfrüchten, Nadelbäumen und Kräutern.

Für eine optimale Raumluftreinigung eignen sich folgende Öle:

  • ZitrusĂśle: Zitrone, Orange, Grapefruit, Bergamotte und Lemongrass wirken stark desodorierend, erfrischend und beseitigen unangenehme GerĂźche.
  • NadelholzĂśle: Weißtanne, Zirbelkiefer, Fichte und Zeder wirken keimreduzierend und vermitteln das GefĂźhl von frischer Waldluft.
  • Kräuter & GewĂźrze: TeebaumĂśl, Eukalyptus, Thymian, Lavendel und Pfefferminze sind fĂźr ihre starken antiseptischen Eigenschaften bekannt.

Darf ich ätherische Öle in der Schwangerschaft anwenden?

Ja, ätherische Öle dürfen in der Schwangerschaft angewendet werden, allerdings ist höchste Vorsicht bei der Auswahl und Dosierung geboten. Sie können eine wunderbare Unterstützung sein, sofern Sie einige wichtige Regeln beachten.

Grundsätzlich, wenn Sie vorher noch nie ätherische Öle verwendet haben ist die Schwangerschaft kein guter Zeitpunkt um damit anzufangen. Sind Sie dagegen schon immer eine "Kräuterfrau" gewesen und haben keine Allergien, spricht nichts dagegen, damit weiter zu machen. Generell gilt aber, dass ätherische Öle die Gebärmutter stimulieren könnten.

Generelle Regeln:

  • Erstes Trimester: Im ersten Schwangerschaftsdrittel sollten Sie am besten komplett auf ätherische Öle verzichten, da manche Öle die Gebärmutter stimulieren kĂśnnen.
  • Nur verdĂźnnt anwenden: Tragen Sie ätherische Öle niemals pur auf die Haut auf. Mischen Sie sie immer mit einem hochwertigen PflanzenĂśl (z. B. Bio Mandel-, Jojoba- oder OlivenĂśl).
  • Keine Einnahme: Ätherische Öle dĂźrfen in der Schwangerschaft auf keinen Fall innerlich eingenommen werden.
  • Auf die Qualität achten: Verwenden Sie ausschließlich 100 % naturreine, Bio zertifizierte Öle ohne synthetische Zusätze.

Gegen Übelkeit können Sie Zitrusöle sowie Ingweröl verwenden. Bei Schlafproblemen, Lavendel oder Rose.

Strikte Vermeidung (können wehenauslösend oder durchblutungsfördernd sein): Auf folgende Öle sollten Sie während der gesamten Schwangerschaft unbedingt verzichten:

  • Zimt, GewĂźrznelke
  • Rosmarin, Salbei
  • Fenchel, Anis
  • Kampfer
  • Pfefferminze

Welches Öl verwende ich bei Zahnschmerzen?

Das beste und am häufigsten verwendete ätherische Öl bei Zahnschmerzen ist Nelkenöl. Der Hauptwirkstoff Eugenol wirkt lokal betäubend, entzündungshemmend und desinfizierend, wodurch Schmerzen vorübergehend gelindert werden können.

Anwendung: Geben Sie 1–2 Tropfen auf ein feuchtes Wattestäbchen und tupfen Sie damit vorsichtig nur die schmerzende Stelle am Zahn oder Zahnfleisch ab. Vermeiden Sie den direkten Kontakt mit der gesunden Mundschleimhaut, da konzentriertes Nelkenöl zu Reizungen führen kann.

Alternative Teebaumöl-Spülung: Für eine desinfizierende Mundspülung geben Sie 4–5 Tropfen Teebaumöl in ca. 250 ml warmes Wasser. Spülen Sie den Mundraum damit gründlich für einige Minuten und spucken Sie die Flüssigkeit anschließend aus.

Quellen:

aponet.de
lieblings-zahnarzt.de
Magazin matrix-health-partner
Marktapotheke Greiff
medical news today
novacura-zahnaerzte.de

Hilft TeebaumĂśl gegen Pickel und wie wende ich es an, ohne die Haut zu verbrennen?

TeebaumÜl wirkt dank seiner antibakteriellen und entzßndungshemmenden Eigenschaften zuverlässig gegen Pickel. Um Verbrennungen, RÜtungen oder Allergien zu vermeiden, dßrfen Sie es niemals pur auftragen, sondern sollten es immer stark verdßnnt und nur punktuell anwenden.

Verträglichkeit testen: Tragen Sie die verdünnte Lösung vor der ersten Anwendung auf einer kleinen, unauffälligen Hautstelle (z. B. in der Armbeuge) auf und warten Sie 24 Stunden, um allergische Reaktionen auszuschließen.

TeebaumÜl verdßnnen: Mischen Sie 1 Tropfen ätherisches TeebaumÜl mit 9 Tropfen eines milden TrägerÜls (z. B. JojobaÜl oder MandelÜl) fßr eine hautschonende 10 %-LÜsung. Bei besonders empfindlicher Haut empfiehlt sich ein Verhältnis von 1 zu 19 (5 %)

Kann ich LavendelĂśl direkt auf eine Brandwunde oder einen Insektenstich tropfen?

Sollten bei Ihnen keine Hautallergien bekannt sein, kĂśnnen Sie kĂśnnen hochwertiges, naturreines Bio LavendelĂśl (z. B. Lavandula angustifolia) bei Insektenstichen und leichten Brandwunden direkt und unverdĂźnnt auf die Haut tropfen. Bitte geben Sie dabei nur 1 Tropfen auf die Haut! Es wirkt schmerzlindernd, entzĂźndungshemmend und fĂśrdert die Wundheilung.

Insektenstiche: Tupfen Sie 1 Tropfen pur auf die betroffene Stelle. Das ätherische Öl lindert den Juckreiz und wirkt abschwellend.

Leichte Brandwunden: Nur bei leichten, kleinen Verbrennungen (Grad 1), bei denen die Haut intakt ist, können Sie sofort einige wenige (1 bis 2) Tropfen direkt auf die Haut geben. Das Öl kühlt und kann die Schmerzen lindern. Niemals auf offene Hautstellen verwenden, da Brennen/Juckreiz verursacht werden können!

Warum kostet eine Flasche RosenĂśl 50 Euro und eine andere nur 5 Euro?

Der enorme Preisunterschied liegt vor allem daran, dass die 50-Euro Flasche reines, natürliches ätherisches Öl der ölgebenden Rosa Damascena enthält, während die 5-Euro Flasche meist ein synthetisch hergestelltes Duftöl ist.

Gigantische Blütenmengen: Für nur 1 Liter reines ätherisches Rosenöl (bekannt als "flüssiges Gold") werden ca. 3.000 bis 5.000 kg Rosenblüten benötigt. Für ein einziges Fläschchen müssen tausende Blüten von Hand gepflückt werden. Zudem müssen die Blüten vor Tagesanbruch von Hand geerntet werden, da der Ölgehalt am höchsten ist, bevor die Sonne sie aufheizt.

Die Rosenernte in Bulgarien findet im Mai und im Juni statt und stellt den HĂśhepunkt der Saison im Bulgarischen Rosental.

Welches ätherische Öl hilft bei Warzen / Hämorrhoiden / Nagelpilz / Entzündungen?

Bei gesundheitlichen Beschwerden, konsultieren Sie bitte einen Arzt/eine Ärztin. Die folgenden Tipps ersetzen keinen Arztbesuch!

Ätherische Öle sind wirksame Begleiter, sollten aber meist verdünnt angewendet werden. Bei Nagelpilz und Warzen hat sich Teebaumöl bewährt. Für Hämorrhoiden wirken Zypressen- und Myrtenöl lindernd, während bei Entzündungen Eukalyptus- oder Lavendelöl helfen.

Warzen (virenbekämpfend)

  • Die besten Öle: TeebaumĂśl, ZitronenĂśl.
  • Anwendung: 1–2 Tropfen des puren Öls (oder verdĂźnnt mit JojobaĂśl) mehrmals täglich direkt mit einem Wattestäbchen auf die Warze tupfen.

2. Hämorrhoiden (abschwellend & juckreizstillend)

  • Die besten Öle: ZypressenĂśl, MyrtenĂśl, LavendelĂśl.
  • Anwendung: 2–3 Tropfen des jeweiligen Öls in ein TeelĂśffel PflanzenĂśl (z.B. MandelĂśl) oder etwas Milch (als Emulgator) geben und in ein Sitzbad (ca. 10–15 Minuten) geben. Alternativ 1 Tropfen ZypressenĂśl mit Wasser verdĂźnnen und mit einem Wattebausch vorsichtig betupfen.

3. Nagelpilz (pilzabtĂśtend & nagelregenerierend)

  • Die besten Öle: TeebaumĂśl (antimykotisch), OreganoĂśl (wirkt gegen Haut- und Nagelpilz), Palmarosa, Rosengeranie.
  • Anwendung: 1–2 Tropfen pur oder verdĂźnnt (z.B. 1:1 mit JojobaĂśl) täglich auf den betroffenen Nagel auftragen. Die Behandlung kann bis zu mehreren Wochen dauern. Bei hartnäckigem Pilz empfiehlt sich ein medizinischer Lack aus der Apotheke.

Wie viele Tropfen ätherisches Öl muss ich in einen Diffusor geben?

Für einen herkömmlichen Ultraschall-Diffusor (ca. 100 ml bis 200 ml Wasser) reichen in der Regel 3 bis 8 Tropfen ätherisches Öl. Die genaue Menge richtet sich nach der Raumgröße, der gewünschten Duftintensität und dem Gerät.

Beginnen Sie mit 3 bis 5 Tropfen. So verhindern Sie, dass der Duft zu aufdringlich wird. Bei größeren Räumen können Sie die Menge schrittweise auf 8 bis 12 Tropfen erhöhen.

Wie mische ich ein MassageĂśl selbst, ohne dass es die Haut reizt?

Um ein hautschonendes Massageöl selbst zu mischen, verwenden Sie ein mildes Basisöl (z.B. Bio Mandel- oder Jojobaöl) und dosieren ätherische Öle sehr sparsam (maximal 1 bis 1,5 % Anteil). Für 100 ml Basisöl entspricht das etwa 10 bis 15 Tropfen ätherischem Öl. Führen Sie bei neuen Duftstoffen immer einen Verträglichkeitstest in der Armbeuge durch.

Nutzen Sie hochwertige, nativen Pflanzenöle. Sie machen den Großteil der Mischung aus und pflegen die Haut:

  • FĂźr empfindliche Haut: MandelĂśl st sehr mild und zieht langsam ein.
  • FĂźr fettige oder unreine Haut: JojobaĂśl ist eigentlich ein flĂźssiges Wachs, fettet nicht und zieht schnell ein.
  • FĂźr sehr trockene Haut: KokosĂśl pflegt intensiv und duftet leicht.

Ätherische Öle sind hochkonzentriert und können bei zu hoher Dosierung die Haut reizen. Für eine Ganzkörpermassage sollten Sie höchstens 15 Tropfen ätherisches Öl auf 100 ml Basisöl geben (das entspricht einer sicheren Konzentration von ca. 0,5 % bis 1 %).

 Darf ich ätherische Öle in meiner selbstgemachten Naturkosmetik als Konservierungsmittel nutzen?

Ja, aber nur sehr bedingt. Ätherische Öle besitzen zwar antimikrobielle Eigenschaften, sind in der Regel aber nicht stark genug, um eine wasserhaltige Creme oder Lotion sicher vor Schimmel, Pilzen und Bakterien zu schützen. Sie sollten daher primär als Duftstoffe und als unterstützender Zusatz (Co-Konservierung) dienen.

Für wasserfreie Produkte (reine Öl-Mischungen, Balsame) benötigen Sie idR keine chemischen Konservierungsmittel, da Mikroorganismen Wasser zum Überleben brauchen. Hier wirken ätherische Öle (wie Teebaum- oder Rosmarinöl) jedoch hervorragend als Antioxidationsmittel und keimhemmende Booster, um das Ranzigwerden der Pflanzenöle zu verzögern.

Hinweis: Da ätherische Öle extrem hoch konzentriert sind, müssen Sie zwingend die empfohlene Dosierung einhalten, um Hautreizungen oder Allergien zu vermeiden. Oft werden nur 1 % bis 3 % oder gar nur wenige Tropfen auf 100 ml verwendet.

Welche Öle helfen am besten beim Einschlafen und gegen Stress?

Die wirksamsten ätherischen Öle zur Beruhigung und Schlafförderung wirken über den Geruchssinn direkt auf das limbische System, das Emotionszentrum des Gehirns. Sie helfen, den Stresspegel zu senken, das Gedankenkreisen zu stoppen und den Körper auf die Nachtruhe einzustimmen.

Lavendelöl: Der Klassiker ist das am besten erforschte Öl zum Einschlafen. Es enthält Linalool, das beruhigend wirkt und nachweislich den Cortisolspiegel (Stresshormon) senken kann.

BergamotteĂśl: Dieser fruchtig-frische Zitrusduft hebt die Stimmung und eignet sich besonders gut, wenn der Schlaf durch emotionalen Stress oder innere Unruhe gestĂśrt wird.

Melissenöl (echte Melisse, Melissa officinalis): Ein stark beruhigendes Öl, das bei nervöser Anspannung, Herzklopfen und Schlafstörungen hilft.

KamillenÜl (rÜmische Kamille): LÜst tiefe mentale und kÜrperliche Spannungen. Es beruhigt das Nervensystem und besänftigt die Emotionen.

Ylang-Ylang-Öl: Ein exotisch-blumiger Duft, der ausgleichend wirkt, Anspannung löst und bei stressbedingtem Herzklopfen helfen kann.

Orange (süß) / Neroli: Die Düfte der Bitterorange vermitteln dem Nervensystem über die Nase ein Gefühl von Sicherheit und Entwarnung

Wie verwende ich ätherische Öle beim Wäschewaschen?

Geben Sie gern bis zu 15 Tropfen ätherisches Öl zum Waschmittel dazu, flüssiges und in Pulverform, beide sind geeignet.

Aufgrund von ihrer antifungalen und antibakteriellen Wirkung, eignen sich insbesondere Teebaumöl, Lavendelöl, Oregano-Öl, Thymianöl, Salbeiöl, Zirbenöl und alle Nadelgewächse, perfekt!

Wenn Sie die Wäsche aromatisieren mÜchten, empfehlen wir Rosengeranie oder LavendelÜl.

Da es sich um natßrliche Erzeugnisse handelt, wird das Aroma nicht sehr laneg auf Ihrer Wäsche haften, so wie Sie es aus synthetischen Waschprodukten kennen (und das ist auch gut so).

Ätherische Öle in dieser Konzentration haben keinen aufhellenden Effekt auf Ihre Kleidung. Bitte verwenden Sie ätherische Öle mit nur auf Naturtextilfasern.

Können ätherische Öle bei Kindern angewendet werden?

Wir haben selbst Kinder und sind da ganz vorsichtig. Gerade weil es so wichtig ist, in jungen Jahren keine (zusätzlichen) Allergien oder Überempfindlichkeiten zu triggern.

Grundsätzlich können ätherische Öle bei Kindern verwendet werden, aber bitte stark verdünnt und immer nur Bio Öle die zum Einnehmen bestimmt sind verwenden.

Ätherische Öle können helfen, verschiedene Beschwerden zu lindern, wie z.B. Schlafprobleme oder Konzentrationsschwierigkeiten. Aus persönlicher Erfahrung bleiben jene Öle besonders beliebt bei den Kindern, die wir unter der Geburt im Zimmer hatten (Lavendel, Zitrone).


Wichtige Hinweise zur Anwendung

  • VerdĂźnnung: Ätherische Öle mĂźssen immer gut in BasisĂślen verdĂźnnt werden, bevor sie auf die Haut aufgetragen werden. UnverdĂźnnte Öle sind fĂźr Kinder gefährlich.
  • Hochwertige Öle: Verwenden Sie ausschließlich hochwertige, naturreine ätherische Öle. Diese sind sicherer und effektiver.
  • Altersspezifische Dosierung: Beachten Sie die Dosierungsempfehlungen, die je nach Alter des Kindes variieren kĂśnnen. FĂźr Babys und Kleinkinder sind besonders milde Öle geeignet.


Geeignete ätherische Öle

0-2 Jahre: Lavendel, Römische Kamille –stark verdünnter Form
2-6 Jahre: Neroli, Sandelholz – Verdünnt in Massageölen
Ab 5 Jahren: Zitrone, Orange, Lavendel – In Roll-Ons oder als Raumduft


Vorsichtsmaßnahmen

  • Nicht im Gesicht anwenden: Ätherische Öle sollten nicht im Gesicht oder in der Nähe von Schleimhäuten aufgetragen werden.
  • Aufbewahrung: Halten Sie ätherische Öle außerhalb der Reichweite von Kindern.
  • Erste Anwendung: Testen Sie die Verträglichkeit eines neuen Öls vor der ersten Anwendung.

Kann ich die ätherischen Öle einnehmen?

Alle ätherischen Öle in unserem Sortiment stammen ausnahmslos aus kontrolliert biologischem Anbau. Die meisten sind für den Lebensmittelbereich Bio zertifiziert und dadurch für die innere Einnahme bestimmt, sie sind also für das Aromatisieren und Würzen von Speisen und Getränken vorgesehen. Die restlichen ätherischen Öle sind für kosmetische Zwecke vorgesehen.

Diese Information, für welchen Zweck das ätherische Öl jeweils bestimmt ist, finden Sie beim jeweiligen Produkt auf unserem Onlineshop.

Ätherische Öle dürfen grundsätzlich nicht unverdünnt eingenommen werden: Bitte zuerst in einen Träger geben (Träger sind zum Beispiel Honig/Sirup, Fette/Öle oder Salz), gut verrühren und erst dann dem Getränk, in die Sauce, den Teig o.Ä. beimengen. Die empfohlene Einnahmenmenge unterscheidet sich von Öl zu Öl und wird auf dem Etikett angegeben.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei unseren ätherischen Öle nicht um Arzneimittel handelt, insofern bitten wir Sie, für therapeutische und medizinische Zwecke, sich an eine Fachperson zu wenden (eine Ärztin/ein Arzt, eine Apothekerin/ein Apotheker, eine Heilpraktikerin mit Phytoprofil/ein Heilpraktiker).

Aroma verfliegt schnell, woran liegt das?

Hoch qualitative natürliche Erzeugnisse, wie Bio ätherische Öle, bestehen zu 100% aus den pflanzlichen Ausgangsstoffen. Im Gegensatz zu synthetisch hergestellten Aromen, deren Duft viel "stabiler" ist und deshalb als persistierend wahrgenommen wird (da er sich kaum verändert und länger anhält), verflüchtigen sich insbesondere qualitativ hochwertige ätherische Öle wesentlich schneller. 

Außerdem hängt das mit dem Öl an sich zusammen. Während manche – wie etwa wieder Vetiveröl – wesentlich öliger und "schwerer" sind, sind andere wiederum wässriger.

Es kommt noch entscheidend hinzu, ob es sich um die sogenannten Kopfnoten handelt (allen voran Bergamotte, gut bekannt aus der Parfßmerie und damit die KÜnigin der Kopfnoten; aber auch ZitrusÜle im Allgemeinen, also Zitrone, Orange, Mandarine, usw.), oder um die "MitteltÜne" (Herznoten) wie Rosmarin, Salbei, Lavendel oder um Basisnoten (z.B. Vetiver). Die Kopfnote-Aromen verflßchtigen sich nämlich am schnellsten, während Basisnoten am längsten zu vernehmen sind.

Es riecht viel zu stark, woran liegt das?

Bio ätherische Öle sind hochkonzentrierte Erzeugnisse aus Wasserdampfdestillation, Kaltpressung oder CO2-Extraktion. Allen voran die Ersteren weisen besonders intensives Aroma auf und sich nicht etwa mit einem "frischen Zweig Rosmarin" zu verwechseln. 

Es persistieren zum Teil falsche Erwartungen, dass ätherische Öle wie die Ausgangspflanze riechen sollen. Sie stellen keine kaltgepressten Säfte dar, sondern Konzentrate die aus einer Vielzahl von chemischen Ver­bindungen bestehen (vgl. 2).

"Bis zu 50 Einzelbestandteile wurden nachgewiesen; doch kann bei manchen Ölen einer der Bestandteile mengenmäßig so überwiegen, daß der Gesamtcharakter des Öls - seine geruchlichen Qualitäten, seine chemischen und physikalischen Eigenschaften sowie seine pharmakologischen Wirkungen - weitgehend vom Hauptbestandteil allein bestimmt wird." (siehe ebd.)

Das ätherische Öl riecht anders als die frisch gepflückte Pflanze, warum?

Bio ätherische Öle sind hochkonzentrierte Erzeugnisse aus Wasserdampfdestillation, Kaltpressung oder CO2-Extraktion. Allen voran die Ersteren weisen besonders intensives Aroma auf und sich nicht etwa mit einem "frischen Zweig Rosmarin" zu verwechseln. 

Es persistieren zum Teil falsche Erwartungen, dass ätherische Öle wie die Ausgangspflanze riechen sollen. Sie stellen keine kaltgepressten Säfte dar, sondern Konzentrate die aus einer Vielzahl von chemischen Ver­bindungen bestehen (vgl. 2).

Ich kann das ätherische Öl nicht direkt auf das Gesicht verwenden, warum?

Allein schon das Herstellungsverfahren ätherischer Öle legt nahe, dass die entstehenden Erzeugnisse honkonzentriert sind.

Fßr die Herstellung von 1ml reines bulgarisches RosenÜl etwa, werden ca. 4kg Rosenblßten benÜtigt. (vgl. 4) Das rechtfertigt nicht nur den hohen Preis des RosenÜls, sondern soll verbildlichen, um welche Konzentrationsmenge es sich ungefähr handeln kann.

Auch kaltgepresste ätherische Öle aus Zitrusschalen sind nicht zur unverdünnten Anwendung auf der Haut geeignet, auch wenn es sich dort technisch betrachtet nicht um Konzentrate handelt. In Zusammenspiel mit Sonnenstrahlung wird dabei nämlich das sog. Phänomen der Phototoxizität losgetreten. (vgl. 5)

Pipettensaugkolben lĂśst sich auf, woran liegt das?

Unsere Pipetten bestehen aus TPE (thermoplastisches Elastomer). Das ist ein Kunststoff, der besonders robust ist gegen die Einwirkung von ätherischen Ölen. Trotzdem, wenn die Flasche im direkten Sonnenlicht und/oder bei über 25°C und/oder im Liegen gelagert wird, gelangt – durch die Ausdehnung des Öls oder Öldampf – Öl in den Saugkolben der dadurch mit der Zeit porös werden kann.

Bei richtiger Lagerung können die Pipetten im Geschirrspüler gereinigt (auch bei Waschgängen mit 75°C) und mehrfach verwendet werden, sie halten sich sehr lange. Grundsätzlich empfehlen wir die Lagerung von ätherischen Ölen mit Pipette nicht im Liegen.

Thujon im SalbeiĂśl - was bedeutet das?

Der natürlich im Salbeiöl enthaltene Tujon stellt in hohen Konzentrationen ein Nervengift dar, und wird seit Jahrhunderten beworben für seine euphorisierende Wirkung, siehe Absinth (mehr Informationen im Referentenentwurf des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft von 2014, S. 15). Wir geben bei der Anwendung eine maximale Dosierung von 1 Tropfen äth. Öl auf 1000ml Trägeröl für die Verwendung als Würzöl in geringen Mengen.

Der Thujon-Gehalt im SalbeiÜl variiert nach Charge zwischen 20 und 47%. Fßr die Berechnung zur Erfßllung der maximal zulässigen Konzentration, haben wir den maximalen Wert von 47% genommen, um ganz sicher zu gehen:

Basierend auf die Aroma-VO 02008R1334 — DE — 24.05.2018 — 016.002 — 206, Anhang III, Teil B , dürfen aus Artemisia-Arten hergestellte nichtalkoholische Getränke einen höchst zulässigen Wert von 0,5 mg/kg aufweisen und Lebensmittel, die Salbeizubereitungen enthalten, dürfen höchstens 25 mg/kg Thujon enthalten. Damit  liegt unsere Anwendungsempfehlung in jedem Fall unter diesem Wert.

Die Berechnung:

Daraus ergibt sich für einen Tropfen ätherisches Öl auf 1000ml Trägeröl, eine Konzentration von etwa 0,0215824 mg/kg (bei einer relativen Dichte des ätherischen Öls von 0,9184 mg/l.)

Die Berechnung im Detail:

1 Tropfen ätherisches Öl = ca. 1/20 ml

1/20 = 0,05 ml für 1 Tropfen ätherisches Öl

0,05 ml x max. %-Anteil enthaltener Tujon (nach Sicherheitsdatenblatt)

0,05 ml x 0,47 = 0,0235 ml maximal möglicher Tujon-Anteil pro Tropfen ätherisches Öl (nach Sicherheitsdatenblatt)

Umrechnung in Gramm: 

Wir geben als Anwendung an: max. 1 Tropfen ätherisches Öl, also ergibt sich 0,0235 ml in 1000 ml Trägeröl = Anteil 23,5 mg/l

Das ergibt in mg/kg, einen maximalen Thujon-Gehalt von 21,5824 mg/kg, den eine Zugabe von 1ml ätherischem Öl in 1000ml Trägeröl aufweisen kann.

Dieser Wert liegt in den meisten Fällen darunter, weil der Thujon-Gehalt im Salbeiöl fast immer deutlich unter 47 % liegt (zusätzliche Berücksichtigung variierender relativer Dichte des ätherischen Öls zwischen 0,910 und 0,925 mg/l bei 20°C).

Die tägliche Aufnahme von Thujon wird vom HMPC auf 6 mg begrenzt.

Siehe: Summa, N. (2017) "Salbei auch zur Langzeitanwendung. Neue HMPC-Monografie erweitert Indikationen und streicht Interaktionen“. Deutsche Apothekerzeitung. Nr. 32, S. 36, 10.08.2017

Quellenverzeichnis:

1. Hänsel, R./HÜlzl, J.: Lehrbuch der pharmazeutischen Biologie: Ein Lehrbuch fßr Studenten der Pharmazie im zweiten Ausbildungsabschnitt. Springer-Verl. 2013. S. 126.

2. Hiersig, H. M. (1995): Lexikon Produktionstechnik Verfahrenstechnik. Springer Berlin Heidelberg. 2013. S. 46.

3. Werner, M./von Braunschweig, W. (2005): Praxis Aromatherapie. Grundlagen – Steckbriefe – Indikationen. Karl. V. Haug. Verl. 6. Aufl. 2020. München. Kapitel 3; Kapitel 4.

4. Ell-Beiser H: Die Rose berührt das Herz. DHZ – Deutsche Heilpraktiker Zeitschrift. 2017; 6: 56–60. S. 57.

5. Werner, M. (2022): Mind-Maps Aromatherapie. Karl. V. Haug. 2022. Mßnchen.

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